Kawasaki Schnock Team Motorex: Christian von Gunten feiert seinen ersten IDM Sieg Am Wochenende (30. - 31. Mai) fand auf dem Lausitzring das 2. DTM meets IDM statt. Dabei trafen die Boliden der Deutschen Tourenwagen Masters und die PS- stärksten Motorräder der SUPERBIKE*IDM aufeinander. Für das Kawasaki Schnock Team Motorex gab es nach den Rennen mehr als nur einen Grund zu feiern. Roman Stamm stand mit zwei 2. Plätzen gleich mehrfach auf dem Superstock-Podest und Christian von Gunten feierte seinen allerersten Supersport-Sieg in der IDM. Abgerundet wurde das Ergebnis von einem starken zweiten Platz von Jasha Huber. Bereits zum zweiten Mal trafen sich auf dem Lausitzring die erfolgreichsten deutschen Motorsportserien der Vier- und Zweiradszene. Nicht nur der Trubel, den die DTM mit sich brachte, auch die hervorragenden Ergebnisse der Piloten vom Kawasaki Schnock Team Motorex machten das Wochenende sicher unvergesslich. Bereits im Supersport-Training packte Christian von Gunten ganz schwere Geschütze aus und stellte seine Kawasaki ZX-6R auf die Pole Position. Auch Jasha Huber überzeugte schon im Qualifying und fuhr die viert-schnellste Zeit. Im ersten Lauf am Sonntagmorgen führte Christian von Gunten das Fahrerfeld in die ersten Runden. Doch ein immer stärker fahrender Christian Stange war auf dem Vormarsch. In der sechsten Runde übernahm der Suzuki-Pilot die Spitzenposition und von Gunten musste sich auch gegen Jan Bühn zur Wehr setzen. Auch diesen Kampf verlor der Schweizer. Gegen Ende des Rennens kam dann auch noch Konstantyn Pisarev immer stärker in Fahrt und verdrängt von Gunten schließlich von Platz drei. Als Vierter im Ziel haderte der Kawasaki-Pilot mit seiner Leistung und war enttäuscht. Jasha Huber kam als Sechster ins Ziel. Beide hatten sich für das zweite Rennen, was erst am späten Nachmittag gestartet wurde, definitiv mehr vorgenommen. Mit einem blitzschnellen Start schossen die beiden Teamkollegen an die Spitze. Diesmal hieß es allerdings durchhalten. Die Verfolger Jan Bühn und Tatu Lauslehto konnten zwar aufholen, aber ein Weg an den Führenden vorbei gab es nicht. Lediglich gegenseitig konnten sich von Gunten und Huber noch gefährlich werden. Immer wieder zeigte sich der 20-Jährige Huber aus dem Windschatten. Die zwei Kawasakis trennte nicht mal ein Wimpernschlag. Die Nerven der Boxencrew war zum zerreißen gespannt. Aber die Jungs fighteten fair und mit Respekt für den anderen. Nach 19 Runden überquerte von Gunten zum ersten Mal als IDM-Sieger die Start- und Ziellinie. Jasha Huber folgte ihm als Zweiter ins Ziel. Dritter wurde Tatu Lauslehto, der damit seine Gesamtführung weiter festigt. Ausgelassen und mit der einen oder anderen Träne im Auge feierte dann das ganze Schnock-Team den Triumph. In der Klasse Superstock 1000, die gemeinsam mit der Superbike an den Start geht, hatte Roman Stamm auch kein leichtes Spiel. Im Training stellte er seine Kawasaki auf Startpaltz zehn. Chris Burri  konnte im Qualifying sogar Rang acht herausfahren und Ville Valtonen nur den 24. Startplatz. Nachdem im ersten Lauf Roman Stamm seinen Rhythmus gefunden hatte, konnte der Schweizer konstant schnelle Runden fahren und sich systematisch nach vorne arbeiten. Der Zweikampf mit Mathieu Gines war, wie schon bei den letzten Rennen, hart aber fair. Doch der Sieg ging auch am Lausitzring wieder an den Franzosen. Trotzdem hatte Stamm keinen Grund enttäuscht zu sein und ging motiviert in den zweiten Lauf. Zunächst kämpfte Roman Stamm gegen seinen schon bekannten Gegner Erwan Nigon, konnte schließlich den französischen Kollegen aus der Langstrecken WM hinter sich lassen und machte sich auf den Weg nach vorne. Wie schon im ersten Rennen war Mathieu Gines Führender. Dahinter fightete der Kawasakipilot mit dem Superbiker Matej Smrz und musste dadurch den führenden Gines ziehen lassen. Ziemlich abgekämpft wurde Roman Stamm erneut Zweiter. Dritte wurde Lucy Glöckner . Chris Burri startete in beiden Rennen gut, musste aber ab Rennmitte richtig kämpfen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Auch er bekam es schließlich mit Erwan Nigon zu tun, musste sich ihm aber geschlagen geben. Als Fünfter in der Superstock- Wertung kam er im ersten Lauf ins Ziel. Am Nachmittag wurde der Nachwuchspilot Sechster, war aber durchaus mit der stetig besser werdenden Leistung zufrieden. Bei Ville Valtonen läuft es hingegen nach wie vor nicht nach Plan. Der sympathische Finne hadert weiter mit seinen Zeiten und kann weiter an letztjährige Ergebnisse nicht anknüpfen. Bei den Rennen am Lausitzring kam er als 14. bzw. Elfter in Ziel. Bereits in zwei Wochen geht es für die SUPERBIKE*IDM und das Kawasaki Schnock Team Motorex weiter im Plan. Der Nürburgring lädt zum vierten Rennwochenende der Saison ein. Christian von Gunten: „Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Ich war beim Saisonauftakt hier am Lausitzring schon auf dem Treppchen, aber bis ganz nach oben hat es bis jetzt noch nie gereicht. Jetzt bin ich einfach nur glücklich. Ich hoffe jetzt ist der Knoten endgültig geplatzt.“ Auch Jasha Huber war happy: „Mein erster Podestplatz was ein schönes Gefühl. Das Rennen hat richtig Spaß gemacht. Im ersten Rennen haben mich zum Schluss noch die Kräfte verlassen, aber jetzt ging es richtig gut. Ich konnte Christian sogar mehrfach angreifen. Dieses Ergebnis ist so schön fürs Team.“ Roman Stamm: „Im ersten Rennen war Gines einfach zu stark. Ich konnte zwar gut aufholen, aber überholen ging nicht ganz, auch wenn ich es ein paar mal versucht habe. Trotzdem war es ein gutes Rennen. Am Anfang des zweiten Laufes am Sonntag war ich gut dabei. Aber gegen Ende bekam ich arge Probleme mit den Unterarmen, die immer mehr verkrampften. Das kenne ich gar nicht. Selbst bei den Langstreckenrennen hatte ich nie solche Probleme. Hier waren die letzten Runden echt hart. Da kam ich an Gines nicht mehr ran. Nächste Woche fahre ich das 12h Rennen in Magny-Cours  mit, dann geht es zum nächsten IDM-Lauf an den Nürburgring. Also an Training wird es mir in der nächsten Zeit nicht fehlen.“ Christian Burri: Auch wenn ich in den Rennen gut dabei war, die Spitze ist halt noch eine Klasse besser als ich. Da mache ich mir nichts vor. Ich werde zwar immer schneller und die Zeiten stimmen, trotzdem bin ich noch nicht ganz dran. Aber ich bin zufrieden. Ich arbeite weiter an mir und werde besser. Roman Raschle, technischer Leiter des Teams: „Im Vergleich zu den letzten Rennen haben wir einen riesen Sprung gemacht. Bei Roman haben wir eine neue Gabel eingebaut, was richtig was gebracht hat. Die Kawasaki geht viel besser. Der Doppelsieg von unseren Supersportlern ist einfach sagenhaft. Es ist ein richtiger Ruck durchs Team gegangen. Christian und Jasha haben es absolut verdient. Schade das es im ersten Lauf noch so frisch war. Da mussten wir einen härteren Reifen nehmen als im Training, da war Christian ja auch schon sehr schnell. Das hat dann nicht ganz so funktioniert, aber im zweiten Lauf hat alles gepasst.“ Text: Cornelia Fulk Fotos: Jörg und Felix Wissmann